Finanzieller Notstand, Jobverlust? Richtig handeln bei Riester-Verträgen.
In Zeiten der Krise kann schnell eine finanzielle Notlage eintreten. Droht vielleicht Kurzarbeit oder gar Jobverlust, sollte man dennoch nicht seinen Riester-Vertrag kündigen. Bei Riester-Verträgen, wie bei fast allen anderen Vorsorgearten auch, gibt es die Möglichkeit, die Verträge ruhen zu lassen, also sie beitragsfrei zu stellen oder am besten mit den geringen Mindestbeiträgen fortzuführen. Zwar können Riester-Verträge gekündigt werden, doch dann sind die bis dahin erhaltenen Förderbeträge zurückzuzahlen. Also die Zulagen und auch etwaige Steuervorteile wird der Staat zurückfordern und das hat meist fatale Folgen für die Zusatzrente.
Zusätzlich verliert der gekündigte Riester-Vertrag seine „Hartz IV-Sicherheit“. Das angesparte Geld zählt dann zum anrechenbaren Vermögen und im schlimmsten Fall kann sich das negativ auf die Zahlung von Arbeitslosengeld 2 auswirken.
- Beitragsfreiheit oder Mindestbeitrag – die bessere Alternative
Riester-Verträge können sehr flexibel gehandhabt werden. Um die vollen Riester-Zulagen zu erhalten, sind 4 % des Vorjahresbruttoeinkommens in den Vertrag einzuzahlen. Bezieht ein Riester-Inhaber z.B. Arbeitslosengeld in Höhe von 800 Euro monatlich, so sind pro Jahr 384 Euro in den Riester-Vertrag einzuzahlen um die volle Zulage zu erhalten. Bei einem Riester-Inhaber mit einem Kind betragen die Zulagen bereits 339 Euro (154 Euro Grundzulage + 185 Euro Kinderzulage). Damit sind nur noch 45 Euro pro Jahr einzuzahlen, in diesem Fall greift der Mindestbeitrag von 5 Euro monatlich. Mit nur 5 Euro monatlich erhält der Riester-Inhaber 339 Euro jährlich geschenkt und sorgt trotz Arbeitslosigkeit weiter zusätzlich für das Alter vor.
Auch wenn nicht der Mindestbeitrag eingezahlt wird, sollte dennoch eine Kündigung vermieden werden. In diesem Fall kann man den Vertrag einfach ruhen lassen und wenn die finanzielle Notlage vorüber ist, kann der Vertrag weiter bespart werden. In der Zeit der Beitragsfreiheit werden keine Zulagen gewährt.
Doch wichtig ist, dass überhaupt eine zusätzliche Vorsorge betrieben wird. Denn bei Verlust des Arbeitsplatzes verliert man auch Rentenansprüche und bekommt im Alter weniger gesetzliche Rente. Das bedeutet: Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist die private Altersvorsorge ein wichtiger Beitrag zum Schutz vor finanziellen Engpässen im Alter.
Altersvorsorge Beiträge
22.08.2010
Finanztest 9/2010: Riester ist als Altersvorsorge Spitze
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05.08.2010
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28.07.2010
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07.07.2010
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Private Renten-versicherungen sind flexibel und bieten eine zusätzliche Vorsorge für den Ruhestand. Doch Unterschiede bei Leistungen, Rentenhöhe und Kosten sollten sorgsam verglichen werden..mehr
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31.05.2010










