Private Rentenversicherung
Die private Rentenversicherung gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Die beliebteste und sicherste Form ist die klassische Rentenversicherung mit Mindestverzinsung und von vorneherein garantierter Rente. Mehr Rendite versprechen die fondsgebundene Rentenversicherung und die Angebote englischer Versicherer.


Flexible Altersvorsorge
- Flexible Besparung: Regelmäßig, Zuzahlungen und Einmalzahlungen
- Günstigere Besteuerung* in der Rentenzeit im Vergleich zu Riester- und Rürup Rente
- Kapitalwahlrecht bei Rentenbeginn. Auszahlung als Rente oder Einmalabfindung

- Keine steuerliche Förderung in der Sparphase
Zielgruppe
Durch die günstige Besteuerung in der Rentenzeit und die große Flexibilität ist die Private Rente eine Alternative und Ergänzung zur Basisrente. Für Gutverdiener und Selbständige, die im Rentenalter auch Einmalauszahlungen aus der Rente wünschen.
*Besteuerung nach dem Etragseinteilverfahren bei Rentenzahlung.
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Klassische Rentenversicherung
Eine klassische Rentenversicherung kennzeichnet sich durch eine sicherheitsorientierte Anlagestrategie. Sie ist mit einem Garantiezins von 2.25 % ausgestattet und bereits vor dem Abschluss ist die Höhe der garantierten Rente bekannt. Um diese Garantiezusagen sicherzustellen, werden die Beiträge überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere investiert. Die private Rentenversicherung ist mit einem Kapitalwahlrecht ausgestattet. Das bedeutet, man hat die Wahl zwischen einer Rente oder einer Kapitalauszahlung bei Rentenbeginn.
In Finanztest 11/2009 mit "Sehr Gut" und "Gut" bewertete Tarife von folgenden Anbietern (m/w). Auflistung erfolgt alphabetisch:
- Sehr gut: Asstel, Debeka
- Gut: Alte Leipziger, Cosmos, Europa, Hannoversche Leben, Interrisk, WGV
Die Besparung kann durch regelmäßige Beiträge, aber auch durch Zuzahlungen und Einmalbeiträge geleistet werden. Auf die eingezahlten Beiträge zahlt der Versicherer einen garantierten Zins, allerdings werden zuvor die Kosten für die Anlage abgezogen. So ergibt sich tatsächlich eine geringere Verzinsung, die zwischen 1 und 2 % liegen kann. (Stiftung Warentest 12.2009)
Die klassische Rentenversicherung ist mit einem Garantiezins von z.Zt. 2.25 % ausgestattet und sichert dem Kunden bei Rentenbeginn eine garantierte Mindestrente zu.

Die Rente aus einer Rentenversicherung wird lebenslang gezahlt. Das gibt im Unterschied zum Fondssparplan Sicherheit. Bei Abschluss wird bereits eine garantierte Rente ermittelt, die ab Rentenbeginn gezahlt wird. Diese erhöht sich durch die von dem Versicherer erwirtschafteten Überschüsse in der Sparphase und auch noch in der Rentenphase. Diese Überschüsse erhöhen die garanierte Rente meist nochmals um 40 - 70 %. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Die Prognosen für die Überschussrenten werden von den Anbietern auf Basis der aktuellen Entwicklungen gemacht und können sich während der Laufzeit ändern.
Kosten variieren je nach Anbieter erheblich
Bei Rentenversicherungen fallen für den Abschluss kosten an und auch laufend während der Beitragszahlung. Die Abschlusskosten werden meist über die ersten Jahre verteilt, so dass der Sparanteil in den ersten Jahren geringer ausfällt und eine Kündigung oder Wechsel unter Etragsgesichtspunkten nicht ratsam ist. Anbieterabhängig gibt es große Unterschiede bei den Kosten.
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Fondsgebundene Rentenversicherung
Fondsgebundene Rentenversicherungen, auch Fondspolicen genannt, sind eine Kombination aus Rentenversicherung und Fondssparplan. Die Beiträge werden wie beim Fondssparplan in einen oder mehrere Investmentfonds angelegt und bei Rentenbeginn wird das gesamte Kapital in eine Versicherung umgeschichtet. Der Anleger kann meist aus unterschiedlich risikoreichen Anlagestrategien auswählen oder sogar selbst die Fonds bestimmen. Dafür steht bei fast allen Anbietern ein breites Fondsportfolio zur Verfügung. Die Anlage unterliegt den Schwankungen der Börsenmärkte und der Anleger trägt das volle Risiko, auch Verluste können auftreten. Wem das zu riskant ist, dem bietet die Versicherungsbranche auch Fondspolicen mit Garantien.
Fondspolicen mit Garantie
Hybridprodukte
Einige Anbieter bieten "Hybridprodukte" an. Das ist eine Mischform aus klassischer Rentenversicherung und Fondspolice. Wie bei der Riester-Fondspolice fließt dann nur ein Teil des Monatsbeitrags in Fondsanlagen. Mit dem Rest wird eine klassische Rentenversicherung finanziert. Die ist versicherungsmathematisch so kalkuliert, dass zu Rentenbeginn exakt die Summe der eingezahlten Beiträge zur Verfügung steht. Die spätere Monatsrente setzt sich dann aus der – im Vergleich zu Klassik-Tarifen – niedrigen Garantierente und einer hohen Gewinnrente zusammen, die aus der Fondsanlage erwirtschaftet wird.
Fondspolice mit Garantiefonds
Hier wird die Anlage nicht durch den Versicherer direkt gewährleistet, sondern die jeweilige Fondsgesellschaft mit ihrem Garantiekonzept sichert den Erhalt des eingezahlten Kapitals. Dabei gibt es wiederum höchst unterschiedliche Garantie-Varianten. So kann lediglich der Kapitalerhalt zu Rentenbeginn gesichert sein oder der Fonds deckt mit seiner Garantie auch eine i.d.R. geringe Mindestverzinsung mit ab.
Beim Abschluss einer Rentenversicherung fallen -anbieterabhängig- hohe Kosten an. Bei der Fondspolice mit Garantien, kommen zu den Versicherungskosten, Kosten für den Fondssparplan und die Garantieabsicherung. Ein Vergleich der Anbieter und verschiedener Anlageformen (Fondssparplan, Klassische Rentenversicherung) ist daher empfehlenswert.
Wer seine Fonds selbst auswählen möchte, für den können Fondspolicen sinnvoll sein. Aus einer breiten Palette von Fonds können sich die Anleger selbst ihr Portfolio zusammenstellen. Auch das Umschichten während der Laufzeit in andere Fonds ist bei vielen Anbietern kostenlos möglich. Das Management kann auch durch den Versicherer übernommen werden, dann können aus verschiedenen Risikostrategien das passende ausgesucht werden.
Hohe Kosten bei diesen Produkten
Fondsgebundene Rentenversicherungen sind meist sehr teuer. Es fallen Kosten für die Fondsanlage und den Versicherungsmantel an, hohe Abschlusskosten schlagen sich insbesondere in den ersten Jahren auf den Erfolg der Anlage nieder. Bei den Produkten mit Garantien wird die Rendite zusätzlich durch die Sicherstellung der Garantieleistung geschmälert, da hier wiederum ein Teil des Beitrags in sichere Anlagen fließt. Vor dem Abschluss sollte unbedingt ein Vergleich mit Alternativprodukten erstellt werden.
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Der Hauptunterschied zwischen den Anbietern von britischen Policen (englische Renten- und Lebensversicherungen) und deutschen Rentenversicherungen liegt im Anlagekonzept. Verglichen mit der klassischen Rentenversicherung ist der Aktienanteil der britischen Versicherer deutlich höher, damit wird auch eine höhere Rendite in Aussicht gestellt. Im Gegenzug werden geringere Garantien ausgesprochen. Die Garantien gelten zudem meist erst bei Rentenbeginn. Die Überschussverwendung der englischen Anbieter kennzeichnet sich durch ein spezielles Glättungsverfahren, auch "Smoothing" genannt. Damit wird erzielt, dass die durch die hohe Aktienquote verursachte Anfälligkeit gegen Börsenschwankungen besser ausgeglichen wird. In volatilen Phasen erzielte Spitzen bei den Überschüssen werden nicht direkt ausgeschüttet, sondern in schlechten Zeiten ausgeschüttet, wenn keine Überschüsse erzielt werden konnten. Damit wird eine ausgewogene Entwicklung der Anlage abgebildet. Dies unterscheidet die englischen Angebote von den Anbietern reiner fondsgebundener Rentenversicherungen (Fondspolicen).

Deutsche Versicherungen unterliegen einer Sicherungseinrichtung (Protector). Die Sicherungseinrichtung schützt Versicherte vor den Folgen der Insolvenz eines Lebensversicherers: Verträge werden fortgeführt; die Leistungen für die Altersvorsorge und der Risikoschutz bleiben erhalten, ebenso die bereits gewährten Gewinnbeteiligungen.
Für Britische Lebensversicherungen gewährleistet die Financial Services Compensation Scheme (FCSC) den Insolvenzschutz und damit Entschädigungsleistungen. Wie hoch die Entschädigungsleistungen sind und ob die ausgewählte Gesellschaft auch den Insolvenzschutz genießt, sind wichtige Fragestellungen, die unbedingt vor Abschluss geklärt werden sollten.

Die Besparung kann durch regelmäßige Beiträge, aber auch durch Zuzahlungen und Einmalbeiträge geleistet werden.
Für die Verträge besteht ein Kapitalwahlrecht, es kann also zwischen einer lebenslangen Leibrente oder der Kapitalauszahlung gewählt werden. Auch Teilauszahlungen sind möglich.
Transparente Kostenstruktur
Kosten für Abschluss und Garantieleistungen sind meist geringer als bei deutschen Anbietern und können durch mehr Transparenz besser nachvollzogen werden.
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